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	<title>Digitalisierung des Einkaufs &#8211; Procurement-Pioneer</title>
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	<title>Digitalisierung des Einkaufs &#8211; Procurement-Pioneer</title>
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		<title>Digitalisierung und KI als Wachstumstreiber des Einkaufs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Sep 2024 17:12:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung des Einkaufs]]></category>
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					<description><![CDATA[Die digitale Transformation verändert die Einkaufslandschaft. Die Rolle des Einkaufs wandelt sich von einer reinen Kostenoptimierung hin zu einem strategischen Partner für Unternehmen . In einem zunehmend volatilen Marktumfeld spielen&#8230;]]></description>
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<p>Die digitale Transformation verändert die Einkaufslandschaft. Die Rolle des Einkaufs wandelt sich von einer reinen Kostenoptimierung hin zu einem strategischen Partner für Unternehmen . In einem zunehmend volatilen Marktumfeld spielen Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) eine zentrale Rolle, um Resilienz und Effizienz zu steigern. KI ermöglicht nicht nur Automatisierungen, sondern auch eine vorausschauende Analyse von Lieferketten und eine nachhaltige Beschaffung. Durch den Einsatz moderner Technologien lassen sich Risiken besser managen, und der Einkauf wird in die Lage versetzt, strategische Unternehmensziele stärker zu unterstützen.</p>



<p>Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie KI die Rolle des Einkaufs verändert. Routineaufgaben wie das Lieferantenmanagement oder die Bestellung von Materialien lassen sich durch automatisierte Systeme effizienter gestalten, was den Einkauf agiler macht. KI-gestützte Datenanalysen bieten zudem tiefe Einblicke in Beschaffungs- und Lieferkettenprozesse. Diese Fortschritte unterstützen nicht nur eine höhere Kosteneffizienz, sondern tragen auch zur Nachhaltigkeit bei, da datengetriebene Entscheidungen präzisere und umweltfreundlichere Beschaffungsentscheidungen ermöglichen.</p>



<p>Doch die Einführung solcher Systeme ist nicht ohne Herausforderungen. Die digitale Transformation im Einkauf erfordert umfangreiche Investitionen in Technologie, Ausbildung und Change-Management-Prozesse. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter die neuen Systeme verstehen und effektiv nutzen können. Trotz dieser Hürden zeigen erste Erfolge, dass sich der Aufwand lohnt: Unternehmen, die KI und digitale Technologien erfolgreich in ihre Einkaufsprozesse integrieren, berichten von erheblichen Effizienzsteigerungen und einer verbesserten Lieferantenbeziehung.</p>



<p>PepsiCo zeigt beispielhaft, wie der Einkauf zum Innovationsmotor wird. Durch die Implementierung modernster Technologien werden nicht nur Kosten gesenkt, sondern auch die Resilienz gegenüber Marktschwankungen gestärkt. Mit Blick auf die Zukunft wird der Einkauf zunehmend als strategischer Partner innerhalb von Unternehmen wahrgenommen, der sowohl die betriebliche Effizienz als auch die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen maßgeblich unterstützt.</p>



<p>Durch die Kombination von Digitalisierung und strategischer Ausrichtung verwandelt sich der Einkauf von einer operativen in eine transformative Funktion – bereit, die Unternehmen der Zukunft nachhaltig und effizient zu führen.</p>
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		<title>Der Digitale Produktpass – Mehr Transparenz für ein grünes Procurement</title>
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		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 11:25:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung des Einkaufs]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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<p><strong>Ein Digitaler Produktpass stellt aktuell eine der wesentlichen digitalen Weiterentwicklungen für die Informationsweitergabe in Lieferketten dar. Bei einem solchen Pass handelt es sich um einen strukturierten Datensatz, der produkt- oder materialbezogene Informationen enthält. Sowohl der Umfang als auch der Inhalt dieser Daten sowie die Zugriffsrechte sind dabei im Voraus definiert.</strong></p>



<p><strong>Ein Beitrag von Holger Berg</strong></p>



<p>Produktpässe werden sowohl „Stammdaten“ wie Herkunft, Zusammensetzung und Inverkehrbringer enthalten, als auch Lebenszyklusdaten bspw. zu Wartungen, Reparaturen oder Son- derereignissen wie Unfälle oder ähnlichem. Der derzeit geplante Umfang des Digitalen Produktpasses umfasst daher auch Informatio- nen zu Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit sowie zum Werterhalt durch Maßnahmen wie Wiederverwendung, Remanufacturing und Recycling. Der DPP soll damit zum zentralen Informationssystem für die Entwicklung der Circular Economy werden. Seine Haupt- zielgruppen sind Unternehmen, Endkunden sowie Behörden und politische Entscheidungsträger.</p>



<p><strong>Zielsetzung</strong><br>Die Zielsetzung des digitalen Produktpasses ist vielschichtig. Er soll die Rückverfolgung der Rohstoffgewinnung und -produktion ermöglichen und die Erstellung digitaler Zwillinge fördern. Durch den Produktpass soll zudem der gesamte Lebenslauf eines Produkts verfolgt werden können. Damit kann der Produktpass die Bereitstel- lung von Circular Economy-Dienstleistungen erleichtern, da diese auf weitaus mehr Daten angewiesen sind, als die lineare Wirtschaft. Beispielsweise möchte man bei gebrauchten Produkten über Infor- mationen zu Abnutzung und Ist-Zustand verfügen, für das Recycling sind hingegen Informationen über Zusammensetzung und Störstof- fe wichtig. Liegen solche Daten nicht vor, ist die Kreislaufführung deutlich erschwert.</p>



<p>Eine weitere Zielgruppe sind Marktüberwachungs- und Zollbehörden. Diese sollen einen vereinfachten Zugriff auf Pro- duktinformationen bekommen, idealerweise kann dadurch die Produktsicherheit erhöht werden, Plagiate können besser erkannt werden und Verwaltungsprozesse vereinfacht und beschleunigt werden. Zudem soll der Digitale Produktpass Bürgerinnen und Bür- gern sowie anderen Endkunden zuverlässige Informationen über Produkte und ihre Eigenschaften liefern, um ihnen nachhaltigere Kaufentscheidungen zu ermöglichen. Nicht zuletzt soll er Behörden und politischen Entscheidungsträgern verlässliche Daten zur Verfü- gung stellen, um fundierte Entscheidungen zur Ermöglichung und Weiterentwicklung einer Circular Economy zu ermöglichen.</p>



<p><strong>Der Digitale Produktpass in der Regulierung</strong> <strong>– Was ist zu erwarten, welche Branchen sind betroffen</strong><br>Die Regulierung auf EU-Ebene ist aktuell einer der wesentlichen Treiber des Digitalen Produktpasses. Insbesondere die neue Ökode- sign Verordnung, welche aktuell in einem fortgeschrittenen Entwurf vorliegt und im ersten Halbjahr 2024 verabschiedet werden soll, führt diesen Prozess an. Sie regelt stellvertretend für viele andere kommende Regulierungen die Grundlagen und Zielsetzung der Pro- duktpässe.</p>



<p>Sie beschreibt zudem Anforderungen, die in den digitalen Produktpass aufgenommen werden müssen. Wie oben beschrieben stehen diese vielfach im Zusammenhang mit der Ermöglichung zirkulären Wirtschaftens. Vorgesehene Angaben umfassen Aspek- te wie Langlebigkeit, Zuverlässigkeit, Wiederverwendbarkeit und Upgradability. Ebenso sollen Informationen zu Reparierbarkeit, Wartung und Refurbishment gegeben werden, um sicherzustellen, dass Produkte im Falle von Defekten leicht repariert und instand- gehalten werden können. Die vorgenannten Angaben sollen es ermöglichen, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern und ihren Wert über die Zeit zu erhalten.</p>



<p>Die Verordnung bezieht auc die Bedeutung der Vermeidung von und den Umgang mit Schadstoffen ein, indem sie die Inte- gration von Informationen zu Substances of Concern in den Pass einschließt. Darüber hinaus sollen der Energieverbrauch und die Energieeffizienz der Produkte adressiert werden und auch Anga- ben zu Ressourcenverbrauch und -effizienz sollen ebenso wie die Verwendung von recycelten Materialien dokumentiert werden. Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft Informationen über Möglichkeiten des Remanufacturing von Produkten sowie zur Recyclierbarkeit der verwendeten Materialien und der mit einem Produkt verbundenen Abfallgenerierung.</p>



<p>Branchen werden nach dieser Verordnung einzeln durch sogenannte delegierte Rechtsakte näher reguliert. Erste Rechtsakte werden noch für 2024 bzw. Anfang 2025 erwartet und die Branchen Textil sowie Stahl betreffen. Die Einführung der Produktpässe muss dann voraussichtlich 42 Monate später, also 2027 bzw. 2028 erfolgen.</p>



<p>Der Ökodesignverordnung zeitlich voraus aber weniger allgemein ist die Batterieverordnung. Diese ist bereits seit Sommer 2023 in Kraft und sieht die Einführung eines Digitalen Produktpasses für spezifische Batteriearten bereits ab Februar 2027 vor. Entspre- chend wurde hier schon genauer geregelt, welche Informationen enthalten sein sollen. Zu diesen gehören allgemeine Batterie- und Herstellerinformationen und ebenso Angaben zur Konformität, Kennzeichnungen und Zertifizierungen, um sicherzustellen, dass die Batterien geltenden Standards und Vorschriften entsprechen. Der CO2-Fußabdruck von Batterien soll ein weiterer Bestandteil des Passes werden, gleiches gilt für die Einhaltung der Sorgfalts- pflicht in der Lieferkette, um zu dokumentieren, ob Batterien unter ethischen und umweltfreundlichen Bedingungen hergestellt werden. Informationen über Batteriematerialien und Zusammensetzung sind ebenfalls gefordert. Wie dargestellt sind diese insbesondere für das Recycling relevant. Auch weitere für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz zentrale Aspekte wie Gebrauchsdaten sind vor- zuhalten. Schließlich werden in diesem Zusammenhang Angaben zur Leistung und Haltbarkeit erfasst.</p>



<p>Für zahlreiche weitere Branchen werden in den nächsten Jahren zudem Digitale Produktpässe über weitere Regulierungen zu einer Verpflichtung. Dies wird beispielsweise Spielzeuge, Automobile und viele chemische Produkte betreffen.</p>



<p><strong>Der Digitale Produktpass in der Beschaffung – mehr Transparenz und mehr Chancen für das Green Procurement</strong><br>Der Digitale Produktpass könnte eine gro0e Chance dartsellen, eine grünere Beschaffung entscheidend voranzubringen. Für Unter- nehmen, die ihre Beschaffung umweltfreundlicher und ggf. auch sozial nachhaltiger gestalten wollen, sollten vor allem Transparenz und Vergleichbarkeit deutlich gesteigert werden. Damit können Kaufentscheidungen auf eine sicherere und dokumentierbarere Basis gestellt werden. Gleichzeitig können auch den Kunden produktrele- vante Informationen leichter zugänglich gemacht werden.</p>



<p>Für Behörden, die u.a. durch spezifische Regulierungen wie dem Kreislaufwirtschaftsgesetz zu einer nachhaltigkeitsorientierten Beschaffung verpflichtet sind, sollte dies aus genannten Gründen durch die Produktpässe auch vereinfacht möglich sein. So lassen sich aufgrund der im Pass vorgegebenen Inhalte ggf. Ausschreibungen in Zukunft leichter ausrichten und Produkteigenschaften von Angebo- ten besser bewerten.</p>



<p>Einschränkend ist an dieser Stelle noch zu bemerken, dass in der Entwicklung der Digitalen Produktpässe vieles noch nicht abschließend geregelt ist. Sowohl Regulierungs- als auch Standar- disierungsprozesse sind noch in vollem Gange. Es lohnt sich also, ihren Fortgang zu beobachten um ihre Chancen nutzen zu können.</p>
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		<title>Künstliche Intelligenz im Einkauf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 11:18:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung des Einkaufs]]></category>
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					<description><![CDATA[In der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt wird das Beschaffungswesen mehr und mehr zu einem zentralen Bereich für Unternehmen geworden, in der mehr Digitalisierung angestrebt wird. Die traditionellen Beschaffungsmethoden sind oft zeitaufwändig,&#8230;]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="575" src="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-1024x575.png" alt="" class="wp-image-2140" srcset="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-1024x575.png 1024w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-300x168.png 300w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-768x431.png 768w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-1536x862.png 1536w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-2048x1149.png 2048w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-370x208.png 370w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-1170x658.png 1170w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-760x426.png 760w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-570x320.png 570w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.02.14-270x152.png 270w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>I<strong>n der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt wird das Beschaffungswesen mehr und mehr zu einem zentralen Bereich für Unternehmen geworden, in der mehr Digitalisierung angestrebt wird. Die traditionellen Beschaffungsmethoden sind oft zeitaufwändig, ressourcenintensiv und wenig effizient. Mit dem Aufkommen der künstlichen Intelligenz (KI) und ihren rasanten Fortschritten bricht jedoch eine neue Ära der Beschaffung an &#8211; eine Ära, die von intelligenten und autonomen Lösungen bestimmt wird. Dieser Artikel befasst sich mit den enormen Möglichkeiten und künftigen Fortschritten der generativen KI im Beschaffungswesen und zeigt auf, wie KI-gesteuerte Lösungen den Weg zu einer autonomeren Beschaffungslandschaft ebnen.</strong></p>



<p><strong>Ein Beitrag von Andreas Zimmermann</strong></p>



<p>Die Integration von KI-Technologie in Beschaffungsprozesse bietet zahlreiche Vorteile, die über traditionelle Beschaffungspraktiken hinausgehen. Mit KI-gestützten Lösungen können Unternehmen ihre Beschaffungsvorgänge optimieren, Kosten senken, die Lieferantenbeziehungen verbessern und ihre Bemühungen um Nachhaltigkeit verstärken. Wir möchten einige KI-Anwendungsfälle aus dem Bereich Beschaffung vorstellen, um die Leistungsfähigkeit von KI für die Beschaffung zu verdeutlichen.</p>



<p>Eines der Schlüsselelemente der Beschaffung ist die genaue Beschreibung des Bedarfs. Mit Hilfe generativer KI können wert- volle Erkenntnisse und Vorschläge gewonnen werden, um eine umfassende und präzise Beschreibung des tatsächlichen Bedarfs zu erstellen. Durch die Nutzung von KI können Beschaffungsexperten die Anforderungen so formulieren, dass ein besseres Verständnis und eine bessere Kommunikation mit den Lieferanten möglich sind.</p>



<p>ChatGPT und andere Sprachmodell können sehr weiterhelfen, auch schnell eine neue Lösung für das Problem zu etablieren.</p>



<p>Die Kategorisierung ist für eine effiziente Beschaffung im Bereich der nachhaltigen Beschaffung unerlässlich. Durch den Einsatz von KI-Technologie können Bedarfsmerkmale analysiert und die richtige Kategorie automatisch bestimmt werden.</p>



<p>Dies reduziert nicht nur den manuellen Aufwand, sondern sichert auch eine einheit- liche Klassifizierung. Die aus dieser Kategorisierung resultierende optimierte Verwaltung der Bedarfe verbessert die Entscheidungsfindung in jedem Schritt des Beschaf- fungsprozesses.</p>



<p>Da saubere Stammdaten für Lieferanten nicht immer in einem guten Zustand sind und Lieferanten auch regelmäßig ihr Leistun- gen ändern, ist es nicht immer einfach, passende Lieferanten in der Lieferantenliste des Unternehmens zu finden. Daher suchen viele Unternehmen nach neuen Lieferanten und investieren in den Prozess der Lieferantenanbindung, selbst wenn es gut passende Lie- feranten in der Lieferantenliste gibt.</p>



<p>Durch den Einsatz von KI-gesteuerten Lösungen wie mysupply können Beschaffungsteams eingehende Beschaffungsanfragen intelligent mit den am besten geeigneten Lieferanten aus ihrer Liste abgleichen und Anfragen strategisch bündeln, indem sie sich überschneidende Lieferanten identifizieren. Durch die Integration historischer Daten können Algorithmen optimiert und auf bestimm- te Nischen zugeschnitten werden.</p>



<p>KI-gestützte Ansätze können natürlich nicht nur bestehende Lieferantenbeziehungen durch umfangreiche Datenanalysen iden- tifizieren, sondern natürlich auch neue Lieferanten finden. Durch KI-gestützte Analysen und Datenverarbeitung erhalten Beschaf- fungsexperten Zugang zu einer breiteren Palette potenzieller Lieferanten und können potentiell deren Fähigkeiten, Leistungs- metriken und Übereinstimmung mit präzisen Kriterien schnell bewerten.</p>



<p>Diese Fähigkeit ermöglicht eine fundierte Entscheidungsfindung und fördert strategische Kooperationen, die Kosteneffizienz, Quali- tät und langfristige Partnerschaften optimieren und letztlich einen</p>



<p>Wettbewerbsvorteil auf dem Markt schaffen. Die Suche nach neuen Lieferanten war sogar einer der ersten Anwendungsfälle für KI in der Beschaffung. In den letzten 2 Jahren wurde sie in vielen Unternehmen bereits zu einer Standardanwendung.</p>



<p>KI-gestützte Verhandlungen geben Beschaffungsteams die Möglichkeit, verschiedene Verhandlungsszenarien mit nur einem Knopfdruck zu lösen. Für die strategische Beschaffung hilft KI bei der optimalen Vorbereitung von Verhandlungen. Intelligente Algo- rithmen generieren mehrere potenzielle Verhandlungsergebnisse auf der Grundlage verschiedener Variablen und Parameter. Auf diese Weise kann eine Reihe von Faktoren wie Preis, Auftragsvolumen, Zahlungsbedingungen, Vorlaufzeiten und andere Verhandlungspa- rameter einfach, schnell und datenbasiert berücksichtigt werden.</p>



<p>Mit Hilfe von KI kann eine Reihe von Verhandlungsszenarien erstellt und den Beschaffungsteams zur Verfügung gestellt werden, so dass sie einen umfassenden Überblick über Markttrends, Liefe- rantenverhalten und andere Faktoren erhalten, wobei verschiedene Kombinationen von Bedingungen berücksichtigt werden. KI kann auf einfache Weise historische Verhandlungsdaten und relevante Faktoren analysieren, um Verhandlungsstrategien zu empfehlen, die wahrscheinlich zu günstigen Ergebnissen führen werden.</p>



<p>Bei Verhandlungen über taktische oder operative Bedarfe hilft KI, die Verhandlungen vollständig zu automatisieren. Durch den<br>Einsatz von KI kann jeder Bedarf verhandelt werden, selbst wenn der Aufwand zu hoch ist, um die Zeit der Einkäufer dafür zu verschwen- den. Aufgrund der hohen Effizienzsteigerung durch den Einsatz von Tools für autonome Verhandlungen können zusätzliche Einsparun- gen leicht erzielt werden.</p>



<p>Nachhaltige Beschaffung ist ein Thema, das jeden Tag an Bedeutung gewinnt. Die Kohlendioxidemissionen der Lieferanten werden bald ein obligatorischer Bestandteil der Beschaffungsagenda sein.</p>



<p>KI-gesteuerte Lösungen können die Emissionsdaten von Lieferanten schnell bewerten und vergleichen. Dadurch können Beschaffungsteams Entscheidungen treffen, die mit den Umwelt- zielen übereinstimmen, indem sie Lieferanten mit geringen Emissionen bevorzugen und die Einführung umweltfreundlicher Praktiken fördern. In ähnlicher Weise kann ein Unternehmen, das Wert auf ethische Arbeitsbedingungen legt, mit Hilfe von KI die Einhaltung von Menschenrechtsstandards und Grundsätzen der sozialen Verantwortung durch die Lieferanten überprüfen und so eine verantwortungsvollere Lieferkette fördern. Indirekt trägt KI zu Nachhaltigkeitszielen bei, indem sie sich wiederholende Aufgaben automatisiert und Kapazitäten für strategische Nachhaltigkeitspraktiken freisetzt.</p>



<p>Die Fähigkeit der KI, große Datenmengen zu verwalten, ist besonders bei der Identifizierung nachhaltiger Lieferanten von Vor- teil. Mit Hilfe von KI können Unternehmen Lieferanten, bei denen Nachhaltigkeit im Vordergrund steht, effektiv bewerten und mit ihnen in Kontakt treten und so zu einer umweltbewussten und sozial verantwortlichen Lieferkette beitragen. Beschaffungsteams können mühelos verschiedene Nachhaltigkeitsdaten einbeziehen, die mit den Werten und Zielen des Unternehmens übereinstimmen. Diese trans- formative Fähigkeit gewährleistet datengestützte Präzision bei der Lieferantenauswahl und fördert einen fairen Wettbewerb zwischen den Lieferanten auf der Grundlage von Nachhaltigkeits-Benchmarks.</p>



<p>Ein weiterer Schritte in der Digitalisierung ist Predictive Sour- cing. Angetrieben durch künstliche Intelligenz (KI), stellt es einen ausgeklügelten Ansatz zur Gestaltung von Beschaffungsstrategien dar. Durch die Nutzung historischer Daten schlägt es proaktiv opti- male Einkäufe vor, noch bevor konkrete Anfragen gestellt werden. Dies erfordert eine gründliche Analyse vergangener Einkaufsdaten, früherer Bestellungen und relevanter Marktereignisse, um erkenn- bare Trends, Muster und Korrelationen aufzudecken.</p>



<p>Diese analytische Tiefe ermöglicht es der KI, potenzielle künf- tige Produkt- oder Dienstleistungsanforderungen zu antizipieren und Einblicke in Produktkategorien, benötigte Mengen und den Zeitpunkt dieser Käufe zu geben. Darüber hinaus gehen KI-gesteu- erte Lösungen noch einen Schritt weiter, indem sie den künftigen Bedarf mit dem idealen Zeitpunkt für den Kauf abgleichen. Die Preise für viele Waren steigen und fallen. KI hilft bei der Analyse von Preisänderungen und bei der Vorhersage potenziell günstiger Kaufzeitpunkte.</p>



<p>Obwohl KI-gesteuerte Lösungen ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt haben, dauerhafte Effizienzgewinne und Kosteneinspa- rungen zu erzielen, ist die Integration solcher Technologien in die täglichen Abläufe jedes Beschaffungsteams noch in den Anfängen.</p>



<p>Ein Beschaffungsspezialist kann sich jedoch die Fähigkeiten von ChatGPT zunutze machen, um verschiedene Aspekte seiner Rolle ganz einfach zu verbessern.</p>



<p>Sie können lange Angebote schnell in prägnante 1-Satz-High- lights destillieren, schnelle Einblicke in neue Lieferanten gewinnen, indem sie öffentlich verfügbare Daten nutzen, mühelos Aufzählungs- punkte in ausgefeilte Lieferanten-E-Mails umwandeln, überzeugende Argumente oder Gegenargumente während Verhandlungen gene- rieren, klare Erklärungen für komplexe Bedarfsanfragen erhalten und effizient doppelte Bedarfe mit unterschiedlichen Beschreibun- gen aufspüren.</p>



<p>Darüber hinaus befähigt ChatGPT den Spezialisten, potenzielle Probleme in Lieferantenverträgen zu erkennen, um solide Vereinba- rungen zu gewährleisten, und personalisierte Berichte aus Rohdaten für verschiedene Interessengruppen zu erstellen. Diese KI-gesteuerte Unterstützung steigert die Effizienz der Beschaffung, die Entschei- dungsfindung und die Einbindung der Stakeholder.</p>



<p><strong>mysupply, eine Lösung, die das Potenzial von KI in der Beschaffung nutzt.</strong><br>Durch die Nutzung von KI-Funktionen ermöglich mysupply bereits ein autonomes Sourcing. Dabei automatisiert mysupply Auf- gaben wie die Gruppierung von Bedarfen, die gemeinsam beschafft werden können, das Vorschlagen von Lieferanten, die diese liefern können, führt eigenständig Verhandlungen durch und einiges mehr. mysupply nutzt neue Technologien, um eine durchgängige Beschaf- fung zu schaffen, die fair, ethisch und nachhaltig ist.</p>



<p>ChatGPT ergänzt die eigenen KI-Fähigkeiten von mysupply. Es erleichtert die Ausweitung auf Bedarfsgruppierung, Lieferantenin- telligenz und Nachhaltigkeit. Damit hilft es bei der Kategorisierung von Nachfragen zu deren Strukturierung. Es untersucht auch die interne Lieferantenliste und schlägt vor, welche Lieferanten die ein- zelnen Anforderungen wahrscheinlich erfüllen können.</p>
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		<title>Wie ein Anbieter nachhaltiger Produkte seinen Einkauf optimiert, um die Qualität seiner Produkte zu halten und auszubauen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 11:18:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Best Practice]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung des Einkaufs]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
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					<description><![CDATA[Der betriebliche Einkauf steht seit vielen Jahren unter einem erheblichen Druck. Unsichere Lieferketten, steigende Preise, staatliche Regulierungen und eine immer stärker werdende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten drücken auf die Performance&#8230;]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="772" src="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.04.16-1024x772.png" alt="" class="wp-image-2143" srcset="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.04.16-1024x772.png 1024w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.04.16-300x226.png 300w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.04.16-768x579.png 768w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.04.16-1536x1159.png 1536w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.04.16-2048x1545.png 2048w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.04.16-370x279.png 370w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.04.16-760x573.png 760w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.04.16-570x430.png 570w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><strong>Der betriebliche Einkauf steht seit vielen Jahren unter einem erheblichen Druck. Unsichere Lieferketten, steigende Preise, staatliche Regulierungen und eine immer stärker werdende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten drücken auf die Performance einer Einkaufsabteilung. Wie kann sich ein mittelständisches Unternehmen erfolgreich diesen Herausforderungen stellen? Und welche Rolle spielt die Digitalisierung in diesem Zusammenhang? Wir haben in der Einkaufsabteilung von Steinbeis Papier, einem Anbieter von Recyclingpapieren, umgehört, die sich bereits seit langer Zeit auf den konsequenten Weg der Optimierung eingelassen haben. Herausgekommen ist ein Interview mit Jan Geier aus der Einkaufsabteilung von Steinbeis Papier und Andreas Zimmermann, Geschäftsführer seines Softwarelieferanten mysupply.</strong></p>



<p><strong>Das Interview führte Thomas Heine</strong></p>



<p><strong>Die eingangs beschriebener Herausforderungen haben Sie sicher auch in Ihrer täglichen Praxis gespürt. Worin sehen Sie die größten Herausforderungen in Ihrer Arbeit? Und wie sind Sie auf Ihren Softwarelieferanten gestoßen?</strong></p>



<p><strong>Jan Geier: </strong>Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Versorgungssicherheit zu einem der wichtigsten Faktoren geworden ist. In Krisenzeiten sind Lieferketten zusam- mengebrochen, die sich auf unterschiedlichste Bereiche unserer Arbeit ausgewirkt haben. Wir stellten uns dann die Frage, wie wir Lieferkettenprobleme, Preisschwankungen, Nachhaltigkeitsansprü- che auch im Austausch mit unseren Lieferanten smarter und auch effektiver managen können. Im Rahmen einer Messe sind wir mit mysupply in Kontakt getreten. Das Unternehmen bietet maßgeschneiderte, automatisierte Lösungen für die Beschaffung an.</p>



<p><br><strong>Als junges Startup-Unternehmen haben Sie eine Lösung für die Digitalisierung des Einkaufs entwickelt. Wie kann Ihre Software den Einkaufsprozess effizienter gestalten?</strong></p>



<p><strong>Andreas Zimmermann: </strong>mysupply ist eine B2B-SaaS-Lösung, die den Beschaffungsprozess automatisiert, durchschnittlich 11 % der Ausgaben einspart und den operativen Aufwand um 50 % reduziert. Durch die Nutzung von maschinellem Lernen und KI rationalisiert mysupply die Beschaffungsvorgänge und reduziert die manuellen Arbeitskosten. Darüber hinaus nutzt mysupply die algorithmische Spieltheorie, die von Verhandlungsexperten entwickelt wurde, um clevere Verhandlungsprozesse zu steuern. Mit mysupply können Unternehmen intelligentere Beschaffungsprozesse mit weniger Aufwand durchführen und gleichzeitig bessere Ergebnisse erzielen. mysupply lässt sich mit führenden Beschaffungslösungen wie SAP Ariba verbinden und übernimmt den gesamten Sourcingprozess. Die Lösung ermöglicht es Category Managern, den Prozess zu rationalisieren und Schritte zu automatisieren, um sogar eine vollständig autonome Beschaffung zu ermöglichen.</p>



<p><strong>Wie hat sich die Implementierung der Software auf die Nachhaltigkeit Ihrer Beschaffungspraktiken ausgewirkt?</strong></p>



<p><strong>Jan Geier: </strong>Das Tool ermöglicht uns bereits vor der Vergabe von Aufträgen spezifische Kalkulationen und Bewertungen anzu- stellen. So können wir beispielsweise für uns wichtige Faktoren, wie<br>die Blauer Engel-Zertifizierung, Verbräuche und CO2-Emissionen miteinschließen. Für das Tendermanagement bedeutet das mehr Effizienz, wenn Kriterien in der Vergabe automatisiert berücksich- tigt werden. Zudem wird mit dem System die Kommunikationsart vereinheitlicht, was auch für die Bieter einen Mehrwert bietet. Sie werden von uns viel zielgerichteter angesprochen und können Online ihre Waren entsprechend den gesetzten Kriterien bepreisen.</p>



<p><strong>Wie können Unternehmen mithilfe Ihrer Software ihre Beschaffungsstrategie optimieren, um ökonomische und nachhaltige Ziele in Einklang zu bringen?</strong></p>



<p><strong>Andreas Zimmermann: </strong>mysupply ermöglicht Unternehmen die Bewertung und Auswahl von Lieferanten anhand ökonomischer und nachhaltiger Kriterien. Mit mysupply können Unternehmen, ihre eigenen Nachhaltigkeitsscorings wie z.B. die Scorings von Ecovadis automatisiert beim Sourcing verwenden. Darüber hinaus bieten wir mit mysupply auch die integrierte Nutzung von weite- ren Nachhaltigkeitsscorings für Lieferanten an. Unsere Kunden wählen die gewünschten Scorings aus und legen dann eine Gewich- tung dafür fest. Im Anschluss werden die Scorings für die jeweiligen Lieferanten zur Ausschreibung hinzugefügt und dann automatisch bei der Bewertung von Ausschreibungen und der Verhandlung berücksichtigt. Dies hilft, die Beschaffungsstrategie anzupassen und das Gleichgewicht zwischen ökonomischen und nachhaltigen Zielen zu finden. Für Unternehmen ist es nur wichtig festzulegen wieviel Ihnen ein nachhaltiges Sourcing wert ist und nach welchen Scorings sie die Nachhaltigkeit messen möchten. Den Rest erledigt dann mysupply.</p>



<p><br><strong>Wie hat die Software Ihre Abteilung dabei unterstützt, nachhaltige Beschaffungskriterien in Ihre Einkaufsstrate- gie zu integrieren und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen?</strong></p>



<p><strong>Jan Geier:</strong> Zusammen mit mySupply haben wir die Software stetig weiterentwickelt und eine Transparenz hergestellt, die es uns möglich macht, Beschaffungen unter verschiedenen Nachhaltig- keitskriterien zu prüfen. Das betrifft unter anderem Kriterien wie Verschleiß, Instandhaltungsaufwendungen, energetische Verbräu- che, CO2-Emissionen, Servicegrad oder Wechselaufwendungen.<br>Derzeit sind wir dabei alle unsere Materialzugänge unter dem Scope<br>3-Kriterium zu erfassen – also inwiefern von uns eingekaufte Pro- dukte mit indirekten Emissionen belegt sind. Wir werden zudem Schnittstellen unserer Systeme zur mysupply Lösung schaffen, um die Schlagzahl automatisierter Einkäufe zu erhöhen und gleichzeitig unsere Scope 3-Bilanz zu verbessern.</p>



<p><br><strong>Welche konkreten Nachhaltigkeitsmerkmale sind in Ihrer Software integriert und wie tragen sie zur Förde- rung einer nachhaltigen Beschaffung bei?</strong></p>



<p><strong>Andreas Zimmermann: </strong>Mit mysupply können beliebige Nachhaltigkeitsmerkmale integriert werden. Da für die Unterneh- men sehr unterschiedliche Nachhaltigkeitsaspekte eine Rolle spielen und die Unternehmen meist sehr genau wissen, was für Sie wichtig ist, sind wir in der Hinsicht völlig offen und können beliebige Nach- haltigkeitsdaten der Kunden bei mysupply nutzbar machen. Darüber hinaus entwickeln wir die Datenbasis für weitere Nachhaltigkeits- scorings laufend weiter, so dass für unsere Kunden auch on Demand auf weitere Scorings zugreifen können.</p>



<p><strong>Welche quantifizierbaren Verbesserungen konnten Sie seit der Implementierung der Software in Bezug auf Ressourcenverbrauch, Abfallreduzierung oder CO2-Emis- sionen feststellen?</strong></p>



<p><strong>Jan Geier: </strong>Wir konnten über Online-Ausschreibungen bereits neue Lieferanten gewinnen und bestehende Lieferantenbeziehun- gen ausbauen. Verschiedene Warengruppen befinden sich so über das Tool mittels automatisiertem Vergabeverfahren und techni- scher Ausschreibungen bereits im Beschaffungsprozess. Im Vorwege dieses Prozesses wurden qualitative Bewertungen und Wechselkosten gemeinsam mit der Fachabteilung bewertet und berücksichtigt. Bevor wir jedoch beginnen, die CO2-Spezifika des Scope 3 auf Produktebene oder Herstellerebene stichhaltig zu bewerten, werden wir auf die Ergebnisse des Parallelprojekts mit der Firma Carbmee warten. Sie validieren die CO2-Werte, damit wir nachher nachvoll- ziehbare und revisionssichere Ergebnisse vorweisen können.</p>



<p><strong><br>Wie können Unternehmen mithilfe Ihrer Software den gesamten Beschaffungsprozess analysieren und verbessern, um ihre Nachhaltigkeitsziele kontinuierlich voranzutreiben?</strong></p>



<p><strong>Andreas Zimmermann: </strong>mysupply wertet die Vergaben der Kunden aus und misst dabei auch die Nachhaltigkeit der Vergaben. So können wir jederzeit über integrierte Dashboards darüber Aus- kunft geben, wo unsere Kunden insgesamt beim Thema nachhaltige Vergaben stehen, welche Gewichtung dem Thema Nachhaltigkeit in den Vergaben zukommt und wo noch Handlungsbedarf besteht.</p>



<p><strong>Welche positiven Auswirkungen hat die Automatisierung des Einkaufsprozesses auf die Arbeitsbedingungen in Ihrer Abteilung?</strong></p>



<p><strong>Jan Geier: </strong>Digitalisierung genießt auch bei uns im Einkauf allerhöchste Priorität. Bei mehr als 10.000 Bestellungen im Jahr ist Automatisierung unabdingbar, damit wir uns auf die nachhalti- gen Faktoren konzentrieren und eine effektive Bewertung unserer Beschaffungsoptionen vornehmen können. In der Praxis bedeutet das, dass wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Tools an die Hand geben, die ihr Agieren im Tagesgeschäft erleichtern, die Erfolge in der Beschaffung sichtbar machen und hinsichtlich der Bedienungsfreundlichkeit auch Spaß machen. Letzten Endes schaf- fen wir mit dieser Automatisierung nicht nur einen Benefit für uns im Einkauf, das ganze Unternehmen und auch die Lieferanten partizipieren an einem stetig wachsenden Erfolg.</p>
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		<title>Technologie für eine nachhaltige Zukunft: SustainableIT.org</title>
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		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 11:17:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung des Einkaufs]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine bis dahin in Deutschland nur Insidern bekannte junge und weltweite Wirtschaftsinitiative zur Förderung der Nachhaltigkeit durch technologische Führerschaft rief im Januar diesen Jahres erstmals in Hamburg ein zentrales Treffen&#8230;]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="583" src="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.04.23-1024x583.png" alt="" class="wp-image-2004" srcset="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.04.23-1024x583.png 1024w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.04.23-300x171.png 300w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.04.23-768x437.png 768w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.04.23-1536x874.png 1536w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.04.23-2048x1166.png 2048w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.04.23-370x211.png 370w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.04.23-760x433.png 760w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.04.23-570x324.png 570w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Eine bis dahin in Deutschland nur Insidern bekannte junge und weltweite Wirtschaftsinitiative zur Förderung der Nachhaltigkeit durch technologische Führerschaft rief im Januar diesen Jahres erstmals in Hamburg ein zentrales Treffen für Europas Technologie- und Nachhaltigkeitssektoren, den European SustainableIT Impact Summit aus. Die Veranstaltung brachte 75 der führenden europäischen IT- und Nachhaltigkeitsverantwortlichen zusammen. Welche Ziele verfolgt die Initiative? <strong>Im Gespräch mit Josh Harbert, Präsident und Mit-Initiator</strong> erfuhr ich mehr.</p>



<p><strong>Das Interview führte Thomas Heine</strong></p>



<p><strong>Wer ist SustainableIT.org?</strong><br>SustainableIT.org ist eine globale gemeinnützige Organisation, die sich für die Förderung der Nachhaltigkeit durch technologi- sche Führerschaft einsetzt. Unsere Aufgabe ist es, Programme zur Transformation der Nachhaltigkeit zu definieren, Best Practices und Frameworks zu entwickeln, Standards und Zertifizierungen festzu- legen, Aus- und Weiterbildung anzubieten und das Bewusstsein für ökologische und gesellschaftliche Programme zu schärfen, die unsere Organisationen und die Welt für kommende Generationen nachhal- tig machen. Derzeit zählen wir über 80 Unternehmensmitglieder in 10 Ländern mit 1.000 engagierten Führungskräften und Praktikern, und es werden jeden Tag mehr.</p>



<p><br><strong>Warum wurde die Initiatve gegründet?<br></strong>Wir haben diese Organisation gegründet, weil wir an die Macht der Zusammenarbeit von Technologieführungskräften glauben, die sich zusammenschließen, um nachhaltige Initiativen zu beschleunigen. Es ist nicht länger das Problem von jemand anderem, das es zu lösen gilt. Viele der Herausforderungen, mit denen Unter- nehmen heute konfrontiert sind, erfordern eine technologische Führungsrolle &#8211; ob es sich nun um datenbezogene Herausforderungen, Transformationsprogramme in der Lieferkette und darüberhinaus handelt &#8211; ohne technische Führungskräfte kann nur sehr wenig geschehen. Diese Gruppe, die gemeinsam bewährte Prakti- ken austauscht, Rahmenwerke und andere praktische Instrumente bereitstellt und weltweit zusammenkommt, wird uns viel schneller ans Ziel bringen.</p>



<p><br><strong>Welches sind die Mandate und Ziele von SustainableIT.org?<br></strong>Wir haben vier Mandate, die von unserem Vorstand, unseren Mitgliedern, Partnern und allgemeinen Delegierten getragen werden.<br><strong>Gemeinschaft und Bildung </strong>&#8211; Aufbau lokaler, regionaler und globaler Gemeinschaften für Technologie- und Unterneh- mensführer zur Förderung der Nachhaltigkeit. Entwicklung von Ausbildungs- und Schulungsprogrammen sowie Lernreisen für bestimmte Rollen in der IT.<br><strong>Forschung &amp; Standards </strong>&#8211; Identifizierung von Programmen zur nachhaltigen digitalen Transformation nach Branchen. Erforschung und Definition von Best Practices, Frameworks und Standards für die Übernahme durch IT, Unternehmen und Branchen.<br><strong>Advocacy &amp; Awareness </strong>&#8211; Förderung von Programmen zur nachhaltigen digitalen Transformation und von Fortschritten im Bereich Nachhaltigkeit. Steigerung des Bewusstseins und des Interesses durch Auszeichnungen, Medien, Presse und Veröffentlichungen.<br><strong>Transparenz und Rechenschaftspflicht</strong> &#8211; Legen Sie Standards für Metriken und Berichte fest, um Transparenz und Rechenschaftspflicht zu ermöglichen. Schaffung von Zertifizierungsprogrammen für Einzelpersonen und Organisationen.<br></p>



<p><strong>Wer sind die Menschen hinter der Initiative?</strong><br>Ende 2021 nahmen Jedidiah Yueh &#8211; der Gründer und CEO von Delphix &#8211; und ich an einem Preisverleihungsprogramm für CIOs teil. Der Saal in Atlanta war unglaublich voll. Aber ein wichtiges Thema fehlte auf der Veranstaltung: Nachhaltigkeit. In diesem Moment war die Idee geboren. Wenn es uns gelänge, die Tech-Führungskräfte der größten Unternehmen der Welt dazu zu inspirieren, in ihren Unternehmen Nachhaltigkeitspraktiken einzuführen, ihre Unter- nehmen zu verändern und ihre Branchen umzugestalten, könnten wir gemeinsam einen größeren Einfluss ausüben als jede andere Organisation auf der Welt.</p>



<p>Wir mussten das finanzieren, und zwar schnell. Bei Delphix ist Nachhaltigkeit ein zentrales Anliegen. Aus ökologischer Sicht werden die Umweltkosten der Daten überall dort, wo sie eingesetzt werden, um das 10-fache reduziert, indem die Daten überall dort konsolidiert werden, wo sie eingesetzt werden. Darüber hinaus schützen sie personenbezogene Daten, da sie Daten für alle niedrige- ren Umgebungen maskieren, die bis zu 80 % des Daten-Fußabdrucks in einem Unternehmen ausmachen können. Sie sind der perfekte Underwriter für diese wichtige Aufgabe.</p>



<p>Im Januar 2022, nur zwei Monate nach der Idee, trafen wir uns mit CIOs von Fidelity, Molina Healthcare, Allstate, BNP Paribas, Choice Hotels International, Lumentum, ADP, Vuori, Cognizant, Toiko Marine, Deloitte und Morgan Stanley, um unsere Vision und Mission festzulegen und den Weg in eine nachhaltigere Zukunft zu beschreiten.</p>



<p>Im Februar 2022 wurde SustainableIT.org mit dem Ziel gegründet, die weltweit führenden Technologieunternehmen zu vereinen, um die globale Nachhaltigkeit durch Technologieführerschaft zu fördern. In dieser kurzen Zeit haben wir bereits eine unglaubliche Reise hinter uns, und wir werden heute von 45 CIOs in Nordamerika und Europa geleitet, wobei für 2024 eine Ausweitung auf Brasilien, Indien und Australien geplant ist.</p>



<p><strong>Sie haben in so kurzer Zeit einen weiten Weg zurückgelegt. Können Sie uns sagen, was Sie bis jetzt erreicht haben?</strong><br>In einer so kurzen Zeitspanne haben wir Meilensteine erreicht, von denen wir einst nur träumen konnten. Wir sind auf über 80 Unternehmensmitglieder in 10 Ländern angewachsen, haben Tau- sende von Führungskräften und Praktikern eingebunden und uns mit Initiativen wie dem SustainableIT Standard und den ersten Sus- tainableIT Impact Awards einen Namen gemacht. Wir wurden in Forbes, dem Wall Street Journal und auf der Nasdaq MarketSite vor- gestellt. Unsere Stimme wurde auf der COP28-Klimakonferenz der Vereinten Nationen gehört, und wir haben gerade ein 25 CxO-geführtes europäisches Beratungsgremium gegründet, das unsere Position als wichtiger Technologieberater der Vereinten Nationen und des Weltwirtschaftsforums stärken und die branchenweite Zusammenarbeit bei der Corporate Sustainability Reporting Direc- tive (CSRD) vorantreiben soll.<br>Wir sind der Meinung, dass diese Fortschritte eine starke Bestätigung dafür sind, dass diese Arbeit wichtig ist und die Gemein- schaft nach einem Forum und einer Plattform für diese Arbeit verlangt. Wir sind begeistert von der Leidenschaft und den Akti- vitäten, die diese Gruppe bisher unternommen hat und denen sie verpflichtet ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="455" src="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.05.46-1024x455.png" alt="" class="wp-image-2005" srcset="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.05.46-1024x455.png 1024w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.05.46-300x133.png 300w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.05.46-768x341.png 768w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.05.46-1536x683.png 1536w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.05.46-2048x911.png 2048w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.05.46-370x165.png 370w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.05.46-760x338.png 760w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/08/Bildschirmfoto-2024-08-30-um-14.05.46-570x253.png 570w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><br><strong>Es ist großartig zu hören, dass SustainableIT.org auf der COP28 vorgestellt wurde und auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos auftrat. Was steckt hinter diesem plötzlichen Aufschwung auf der globalen Bühne?<br></strong>Wie ich bereits erwähnt habe, fehlte die kollektive Stimme der Technologieführerschaft in Gesprächen und bei der Entscheidungs- findung &#8211; nicht nur innerhalb von Unternehmen und Branchen, sondern auch auf der globalen Bühne. Mit unserer Verpflichtung auf der COP28 haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, der Stimme der Technologieführerschaft in der globalen Nachhaltigkeitsdiskus- sion und Entscheidungsfindung Gehör zu verschaffen. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit den Zielen für nachhaltige Entwick- lung der Vereinten Nationen (SDG), dem UN Global Compact, dem Weltwirtschaftsforum (WEF) und den Regulierungsbehörden im Zusammenhang mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Wir werden auch bei vielen anderen wichtigen Veranstaltungen wie der Climate Week in New York präsent sein.</p>



<p>Unser Ziel ist es, das Bewusstsein zu schärfen, die Abstimmung zu verbessern und das Sponsoring zwischen Unternehmen (CEO), Nachhaltigkeitsführern (CSO), Technologieführern (CIO), nachhaltigkeitsorientierten Medien (WSJ, Axios, Blomberg, CNBC, Politico, Forbes, Washington Post, Times), Nachhaltigkeitsberatungsfirmen (Deloitte) und großen Technologieunternehmen (AWS, Google, Microsoft, SAP, ServiceNow) auszubauen.</p>



<p><strong>Warum haben Sie die erste europäische Beirats- und Preisverleihungsveranstaltung in Hamburg abgehalten?</strong><br>Das Engagement und die Führungsrolle von Technologiefüh- rern in Deutschland waren bemerkenswert. Das zeigt sich an der überschwänglichen Unterstützung und dem Enthusiasmus von Führungskräften wie Dr. Annette Hamann, Dr. Michael Mül- ler-Wünsch, Dorothée Appel, Rainer Karcher, Isabelle Droll, Tobias Fausch, Daniel Büchle und vielen anderen.<br>Wir haben uns aus zwei Gründen für Hamburg entschieden. Ers- tens empfahl uns unser Vorstand die Stadt als Innovationszentrum für nachhaltige Technologien und ein leidenschaftliches Netzwerk von Führungskräften, die diese Initiative unterstützen. Der IT Exe- cutive Club hat uns beim Start dieser Initiative mit Kontakten und Beratung unterstützt. Die Resonanz war überwältigend positiv &#8211; wir mussten unser Ziel von 40 auf 120 erhöhen und waren dann gezwun- gen, die Registrierung aufgrund von Kapazitätsbeschränkungen im wunderschönen Yu Garden Restaurant zu schließen &#8211; ein phäno- menaler Veranstaltungsort.<br>Der zweite Grund ist eine zukunftsgerichtete Politik. Die Stadt verfügt über proaktive Regierungsinitiativen zur Förderung eines umweltfreundlichen städtischen Lebens und zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen sowie über ein kollaboratives Ökosystem, das Partnerschaften zwischen Unternehmen, Hochschulen und Behörden fördert. Dies macht Hamburg zu einer Modellstadt für nachhaltige Entwicklung und technologische Innovation, die Start- ups und etablierte Unternehmen anzieht, die sich auf die Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft konzentrieren.</p>



<p><strong>Die Digitalisierung verbraucht viel Energie beim Hosting, bei Anwendungen der künstlichen Intelligenz und beim Streaming. Man könnte meinen, dass die Digitalisierung den Weg zur Nachhaltigkeit versperrt. Ist das richtig?</strong><br>Die Digitalisierung verbraucht in der Tat viel Energie für das Hosten von Diensten, den Betrieb von KI-Anwendungen und die Bereitstellung von Streaming-Plattformen. Sie spielt jedoch auch eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Nachhaltig- keitsbemühungen voranzutreiben, anstatt sie zu behindern. Die Digitalisierung hat uns in eine Ära beispielloser Effizienz und Inno- vation bei der Verwaltung von Ressourcen, der Optimierung des Energieverbrauchs und der Reduzierung von Abfällen geführt. Es ist von entscheidender Bedeutung zu erkennen, dass digitale Tools und Plattformen die Erfassung und Analyse riesiger Datenmen- gen ermöglichen und so eine intelligentere Entscheidungsfindung erleichtern, die mit den Nachhaltigkeitszielen in Einklang steht. Mithilfe von prädiktiven Analysen, IoT-Geräten und KI-gesteuer- ten Lösungen können Unternehmen ihre Energieeffizienz drastisch verbessern, ihren CO2-Fußabdruck minimieren und Lieferketten rationalisieren. Darüber hinaus fördert die Digitalisierung die Entwicklung von Kreislaufwirtschaften, in denen der Lebenszyklus von Produkten durch innovative Recycling- und Wiederverwendungs- praktiken auf der Grundlage digitaler Plattformen verlängert wird. Indem sie digitale Technologien nutzen, tragen Unternehmen nicht nur zu einer nachhaltigeren Welt bei, sondern verbessern auch ihre betriebliche Effizienz und eröffnen neue Wege für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend umweltbewussten Markt. Anstatt die Digitalisierung als Hindernis für die Nachhal- tigkeit zu betrachten, sollte sie als Katalysator gesehen werden, der unsere Reise in eine nachhaltigere und wohlhabendere Zukunft beschleunigt, ohne jedoch zu vergessen, dass Ethik, Energieverbrauch oder sogar Gerechtigkeit, digitale Integration und Zugänglichkeit eine entscheidende Rolle spielen.<br>Ich würde die Metapher verwenden, dass ein Bus mehr Kraftstoff pro Kilometer verbraucht als ein Auto, aber er ist effizienter, da er mit diesem Kraftstoff mehr Menschen befördern kann. Busse sind also effizientere Fahrzeuge, es sei denn, es gibt zu wenige Fahrgäste. Digitale Tools und künstliche Intelligenz können auf die gleiche Weise betrachtet werden: Sie sind großartige Hilfsmittel, um die Effizienz zu ermitteln und zu steigern, aber sie sind nicht das beste Werkzeug für jede Aufgabe. SustainableIT.org kann bei dieser Überlegung helfen, indem wir aufzeigen, wie Unternehmen diese und andere Tools in den effizientesten Modellen einsetzen, damit wir einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Einsatz dieser neuen Tools und Plattformen fördern können, anstatt sie ineffizient zu nutzen.</p>



<p><br><strong>Gibt es einen idealen Fahrplan für Unternehmen, die ihren Weg zur Nachhaltigkeit durch Digitalisierung fördern wollen?<br></strong>Wir empfehlen einen übergeordneten Ansatz mit Bewertung, Zielsetzung, Transformation und Transparenz. Wir haben einen Standard veröffentlicht, der einen gewissen Kontext und eine erste Iteration eines Rahmens und Modells bietet, um darüber nachzuden- ken. Jedes Unternehmen wird jedoch seine eigenen Prioritäten und Fähigkeiten haben, so dass die Elemente des Rahmens/Standards, mit denen es bei der Zielsetzung und Umgestaltung beginnt, unter- schiedlich sein können und sollten.<br>Da das Engagement aller Bereiche des Unternehmens von entscheidender Bedeutung ist, muss auch eine ständige Über- setzung der verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen erfolgen.<br>Dies erfordert zum einen ein modernes und attraktives Schulungsprogramm für die Mitarbeiter.<br>Darüber hinaus ist es äußerst wichtig, durch Leuchtturm- projekte Erfolge zu erzielen, um die für die Transformation so wichtige Motivation zu fördern und zu erhalten.<br>Es ist daher sinnvoll, gerade zu Beginn der Reise niedrig hängende, leicht zu erreichende Veränderungen hin zu einer nachhaltigeren IT zu nutzen.</p>
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		<title>Prozesskosten sparen durch effektives C-Teile Management</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 11:16:53 +0000</pubDate>
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<p>Elektronische Beschaffungsmarktplätze steigern die Wirtschaftlichkeit im Einkauf. In den Fokus geraten in diesem Zusammenhang die sogenannten C-Teile. Der Beschaffungsaufwand für diese C-Teile ist gegenüber ihres geringen Warenwertes unverhältnismäßig hoch. 80 Prozent der erzeugten Kosten stecken bei C-Teilen nicht im Produktpreis, sondern in den mit der Bestellung einhergehenden Prozesskosten. Hier liegt also auch der größte Hebel, um zu sparen. Leider wird der oft nicht genutzt.</p>



<p><strong>Interview mit Heike Kleine, verantwortlich für den Bereich öffentliche Beschaffung bei Unite</strong></p>



<p><strong>Wo stehen wir heute im Einkauf dieser sogenannten C-Teile?</strong></p>



<p>C-Teilen werden Eigenschaften wie geringer Material-Einzelpreis, kleine Bestellgrößen, viele Lieferanten und Hersteller zugeordnet. Weil diese Materialien selten strategische Bedeutung haben, wie zum Beispiel Büroartikel, Reinigungsartikel oder Verpackungsmaterialien, wurden sie in der Vergangenheit wenig beachtet. Das ändert sich gerade rapide. Warum? Verschiedene Studien haben herausgearbeitet, dass bei der Beschaffung von C-Teilen ein erhebliches Einsparpotential zu heben ist. Dies ist gerade für öffentliche Auftraggeber interessant, die mit Herausforderungen wie Ressourcenmangel sowie einer schwindenden Personaldecke konfrontiert sind und dies kompensieren müssen. Wir sehen daher immer mehr öffentliche Einrichtungen und natürlich auch Unternehmen, die diesen Bereich der Beschaffung aktiver managen.</p>



<p>W<strong>orauf fokussiert das C-Teile-Management?</strong></p>



<p>Die Prozesskosten der Beschaffung, die alle Arbeitsschritte von der Produktsuche über die Bestellanforderung bis hin zur Rech- nungsabwicklung umfassen, haben einen viel größeren Einfluss auf die Gesamtkosten der C-Teile-Beschaffung als die Materialkosten. Daher liegt der Fokus im C-Teile-Management insbesondere auf der Prozessoptimierung. Durch die Einführung einer digitalen Lösung kann die Beschaffung optimiert und damit signifikante Kostenein- sparungen realisiert werden.</p>



<p><strong>Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Beschaffung von C-Teilen?</strong></p>



<p>Ein einheitlicher digitaler Prozess zum Beispiel über einen digi- talen Marktplatz als erste Adresse für Bedarfsanforderer bewirkt eine spürbare Reduzierung der Prozesskosten. Einkaufende müssen für geringwertige Produkte nicht mehr manuell verschiedene Online- Shops oder Kataloge vergleichen. Ein Marktplatz wie Mercateo von Unite liefert per Mausklick einen automatischen Angebots- vergleich und ermöglicht so, schnell das passende Produkt zu den besten Konditionen zu finden. Da Produktsuche, Bestellvorgang und Rechnungsabwicklung in einer Oberfläche stattfinden bzw. sogar in bereits bestehende Einkaufssysteme integriert werden können, werden Prozesse verschlankt und optimiert.</p>



<p><strong>Gilt das auch für die öffentliche Beschaffung, die an das Vergaberecht gebunden ist?</strong></p>



<p>Ja, öffentliche Auftraggeber können über einen digitalen Markt- platz beschaffen. Das gilt vor allem für Direktaufträge, die nach Paragraph 14 UVgO ohne Vergabeverfahren abgewickelt werden können. Je nach Bundesland gelten hier verschiedene Wertgrenzen von 1.000 Euro bis zu 10.000 Euro. In den Bereich der Direktaufträge fallen typischerweise C-Teile mit geringem Auftragswert. Öffentliche Auftraggeber müssen dabei die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Transparenz beachten. Die bereits genannten Einkaufsfunktionen stellen dies sicher. Da eine Anmeldung kostenfrei und ohne IT-Aufwand möglich ist, lohnt sich der Schritt auch für kleine Behörden. Experten sehen in Zukunft auch den Einsatz von Marktplätzen bei Aufträgen mit größerem Volumen über den Direktauftrag hinaus. Schon jetzt lassen sich Bündelungsrahmenver- träge und eigene Kataloge in den Mercateo Marktplatz integrieren.</p>



<p><strong>Und was ist zu dem Aspekt der Nachhaltigkeit in der Beschaffung von C-Teilen zu sagen?</strong></p>



<p>Auch beim Thema Nachhaltigkeit lohnt es sich, auf einen Marktplatz zu setzen. Dieser schafft Transparenz in Bezug auf produktbezogene Nachhaltigkeitsinformationen. Über die Filterfunktion lassen sich Produkte anzeigen, die über ein Nachhal- tigkeitssiegel oder eine Zertifizierung verfügen. Das beschleunigt die Suche nach nachhaltigen Produkten enorm. Da Nachhaltigkeit laut Vergaberecht ein wesentliches Beschaffungsziel im öffentlichen Sektor ist, müssen öffentliche Einrichtungen sich auch beim Thema C-Teile Gedanken darüber machen. Vor dem Hintergrund des Kosten- und Personaldrucks schafft eine digitale Lösung unkompliziert Transparenz und Orientierung.</p>



<p><strong>Wie sehen Sie die Zukunft der nachhaltigen C-Teile-Beschaffung?</strong></p>



<p>Wir sehen in Deutschland und anderen Ländern, dass elek- tronische Marktplatzlösungen von großen öffentlichen und betrieblichen Beschaffern erfolgreich eingesetzt werden. Vor allem in der öffentlichen Beschaffung steigt das Bewusstsein, dass digitale Einkaufslösungen ein wichtiger Bestandteil im Beschaffungsprozess sind, weil sie Einkaufsprozesse vereinfachen und beschleunigen. Digitale Tools senken Kosten, schaffen Transparenz und ermöglichen den Raum für die Konzentration auf strategische Aufgaben der C-Teile Beschaffung, wie die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit.</p>



<p>Heike Kleine verantwortet den Bereich öffentliche Beschaffung bei Unite und bringt langjährige Erfahrung als Einkaufsexpertin sowohl im B2B als auch im B2G mit. Ihr Hauptaugenmerk liegt darauf, die Bedürfnisse öffentlicher Einrichtungen beim Thema Beschaffung zu erfüllen. Dazu analysiert sie Marktbedingungen, ver- folgt Trends und entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für den öffentlichen Einkauf. Sie und das Unite Team beraten Sie gern, wie Sie Ihre C-Teile-Beschaffung optimieren können.</p>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Die E-Rechnung kommt – was Sie jetzt wissen müssen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 11:16:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung des Einkaufs]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem Regierungsentwurf des Wachstumschancengesetzes sind Unternehmen und die öffentliche Verwaltung ab dem 1. Januar 2025 dazu verpflichtet, E-Rechnungen zu nutzen. Zwar wird es eine Übergangsphase bis 2027 geben, doch&#8230;]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="354" src="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.18.19-1024x354.png" alt="" class="wp-image-2154" srcset="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.18.19-1024x354.png 1024w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.18.19-300x104.png 300w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.18.19-768x265.png 768w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.18.19-1536x531.png 1536w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.18.19-2048x708.png 2048w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.18.19-370x128.png 370w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.18.19-760x263.png 760w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.18.19-570x197.png 570w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><strong>Nach dem Regierungsentwurf des Wachstumschancengesetzes sind Unternehmen und die öffentliche Verwaltung ab dem 1. Januar 2025 dazu verpflichtet, E-Rechnungen zu nutzen. Zwar wird es eine Übergangsphase bis 2027 geben, doch es ergibt Sinn, schon jetzt die Basis zu schaffen, um die gesetzlichen Anforderungen erfüllen zu können. Denn mit der Umstellung auf E-Rechnungen lassen sich massive Einsparungen und Effizienzsteigerungen realisieren. Noch dazu ist eine elektronische Rechnungsstellung deutlich nachhaltiger. Wer seinen Beschaffungsprozess nachhaltig aufstellen möchte, muss konsequent digitalisieren – auch im Bereich Rechnungen.</strong></p>



<p><strong>Warum ist die E-Rechnung sinnvoll?</strong><br>Die E-Rechnung macht Abrechnungsprozesse effizienter, transparenter und sicherer. Schätzungen gehen davon aus, dass E-Rechnungen Kosteneinsparungen von 60 bis 80 Prozent erzielen können und sich die Bearbeitungsdauer auf ein Drittel reduzieren lässt. Besonders bei Bestellungen mit sehr kleinem Volumen im indirekten Einkauf lässt sich so der Aufwand erheblich verringern. Durch die elektronische Rechnungsstellung und Übermittlung lassen sich Fehler vermeiden und die Prozesskosten damit weiter senken. Außerdem ist die Rechnungsabwicklung deutlich transpa- renter und nachvollziehbarer, sodass Compliance-Anforderungen leichter erfüllt werden können. In puncto Sicherheit sind die Rech- nungsdaten durch die Automatisierung besser geschützt.</p>



<p><strong>Was ist jetzt zu tun?</strong><br>Auf Unternehmen kommen nun zwei Anforderungen zu: Rech- nungen elektronisch zur Verfügung zu stellen und verarbeiten zu können. Auch wenn noch nicht final definiert ist, welches XML-For- mat in Deutschland verpflichtend wird, lohnt es sich schon jetzt, die Weichen dafür zu setzen. Der Bereich der Rechnungen wird oft vernachlässigt, obwohl auch hier Prozesskosten eingespart werden können. Grundvoraussetzung ist ein ganzheitlich digitalisierter Procurement-to-Pay-Prozess. Plattformen wie Unite können hier- bei unterstützen, denn sie ermöglichen einen einheitlichen digitalen Prozess von der Produktsuche über die Bestellung bis zur Rechnung. Außerdem profitieren Sie vom Single Creditor Service. Egal bei wie vielen Lieferanten Sie auf dem bei Unite angebundenen Mercateo Marktplatz oder über eingebundene Kataloge bestellen, haben Sie nur einen Kreditor und die Möglichkeit auf einen digitalen Rech- nungsweg. Das entlastet Ihre Buchhaltung zusätzlich.</p>



<p>Unite und Mercateo bieten die Möglichkeit zur EDI-gestützten Rechnungsübermittlung in verschiedenen Formaten. Für öffentliche Auftraggeber ist beispielsweise der Versand im X-Rechnungsformat über einen Serviceprovider an das Peppolnetzwerk möglich. Der Plattformbetreiber beobachtet die Entwicklungen in Bezug auf die gesetzten Anforderungen zur E-Rechnung und wird je nach Gesetzeslage entsprechende Lösungen bereitstellen.</p>



<p>Stellen Sie jetzt schon die Weichen für die Pflicht zur E-Rech- nung, indem Sie Ihre Einkaufsprozesse digitalisieren. Digitale Prozesse sind nicht nur nachhaltig, sondern sparen hohe Prozess- kosten. Mit dem Prozesskostenrechner von Unite und Mercateo in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) finden Sie heraus, wie hoch Ihr individuelles Einsparpotenzial ist.</p>



<p><strong>Oft gibt es noch Unsicherheiten, was als E-Rechnung gilt. <br>Hier sehen Sie die Unterscheidung zwischen einer Papier-, PDF und E-Rechnung im Überblick.</strong></p>



<p><strong>Die Papierrechnung</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine Papierrechnung ist keine E-Rechnung</li>



<li>Auch nicht, wenn diese als Scan oder digitales Foto vorliegt</li>



<li>Die Rechnungsdaten liegen nicht strukturiert vor</li>



<li>Es ist keine automatische und elektronische Verarbeitung möglich</li>
</ul>



<p><strong>Die PDF-Rechnung</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine PDF-Rechnung ist keine E-Rechnung</li>



<li>Ein PDF ist zwar ein elektronisches Format, allerdings handelt sich um eine digitale und bildhaft repräsentierte Rechnung</li>



<li>Der Schwerpunkt liegt auf der papiergleichen visuellen Darstellung der Rechnungsinhalte</li>



<li>Eine automatische und elektronische Verarbeitung ist nicht möglich</li>
</ul>



<p><strong>E-Rechnung</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Als reines semantischen Datenformat konzipiert</li>



<li>Rechnungsdaten können direkt und ohne Medienbruch in die verarbeitenden Systeme übertragen werden</li>



<li>Die europäische Norm für elektronische Rechnungsstellung EN-16931 gibt die Verwendung des strukturierten <br>Datenformats XML vor</li>



<li>Bisher unterscheidet sich die Ausgestaltung; in den europäischen Ländern kommen verschiedene XML-Formate zum Einsatz; welches Datenformat in Deutschland verpflichtend wird, ist noch nicht klar</li>
</ul>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kosten vs. Compliance: So wird der Einkauf zum Wertschöpfungsfaktor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 11:16:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Best Practice]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung des Einkaufs]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die aktuelle wirtschaftliche Lage und die damit verbundenen ökonomischen Unsicherheiten wirken sich auch auf die Rolle des Einkaufs in Unternehmen aus. Stand das Kostenmanagement traditionell im Mittelpunkt des Beschaffungswesens, so&#8230;]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="591" src="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.20.16-1024x591.png" alt="" class="wp-image-2157" srcset="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.20.16-1024x591.png 1024w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.20.16-300x173.png 300w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.20.16-768x443.png 768w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.20.16-1536x886.png 1536w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.20.16-2048x1181.png 2048w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.20.16-370x213.png 370w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.20.16-760x438.png 760w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.20.16-570x329.png 570w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><strong>Die aktuelle wirtschaftliche Lage und die damit verbundenen ökonomischen Unsicherheiten wirken sich auch auf die Rolle des Einkaufs in Unternehmen aus. Stand das Kostenmanagement traditionell im Mittelpunkt des Beschaffungswesens, so hat sich seine Rolle in den letzten Jahren verändert: Es bietet einen Mehrwert weit über die reine Kostensenkungsfunktion hinaus.</strong></p>



<p><strong>Ein Beitrag von Wolfgang Eckert</strong></p>



<p>Einkaufsabteilungen können heute sowohl proaktiv als auch strategisch agieren und so den Wert des gesamten Unternehmens steigern. Kostensenkung und Wertschöpfung sind zwei Schlüsselkomponenten einer effektiven modernen Einkaufsstrategie. Unterstützt durch digitale Services können Beschaffungsteams nicht nur Ausga- ben umstrukturieren, sondern durch vorausschauende Maßnahmen langfristige Stabilität sicherstellen.</p>



<p><strong>Kosten eindämmen</strong><br>Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld mit steigenden Trans- portkosten, Einkaufspreisen und Warenknappheit hat die Senkung der Beschaffungskosten an Relevanz noch einmal deutlich zugenommen.  Obwohl es für Einkäufer:innen wichtig ist, Effizienz, Benut- zerfreundlichkeit und Nachhaltigkeit abzuwägen, sind die Kosten immer noch ein entscheidender Einkaufsfaktor. Die Beschaffung ist auch der Bereich, auf den sich Führungskräfte meist zuerst konzentrieren, wenn es um Einsparungen geht.</p>



<p>Wie bei vielen anderen Unternehmen lief die Beschaffung bei dem Logistikunternehmen forto über viele verschiedene Lieferant- en. Durch den Einsatz von Amazon Business kann forto nun alle notwendigen Artikel bei einem einzigen Lieferanten bündeln und für alle Standorte einen Katalog zusammenstellen, aus dem bestellt wird. Auch der Status von Rechnungen kann in Echtzeit eingesehen werden, wodurch sich der Zeitaufwand für Zahlungen um ein Drittel verringert.</p>



<p>Zudem haben Homeoffice und Digitalisierung dazu geführt, dass die Arbeitswelt dezentralisiert wurde – das gilt auch für den Einkauf. Das bedeutet zwar eine größere, individuelle Auswahl von Lieferanten und den Abbau bürokratischer Hürden, doch ohne den kompakten Überblick aller Prozesse und Akteure können die Kosten in den wichtigen Bereichen schnell in die Höhe steigen.</p>



<p>Damit eine standardisierte Strategie des digitalen Einkaufs erfolgreich ist und wirklich zu Einsparungen führt, müssen die entsprechenden Tools den Beschaffungsteams ermöglichen, ver- lässliche Parameter für die Kostenminimierung bei gleichzeitiger Berücksichtigung regionaler Nachhaltigkeitskriterien festzulegen. Außerdem müssen die Teams in der Lage sein, effiziente Genehmi- gungsverfahren zu implementieren, die nicht notwendige Einkäufe vermeiden. Amazon Business ist eine Lösung, um Prozesse zu stan- dardisieren und zu optimieren, Kosten einzusparen und den Einkauf zu vereinfachen. Kurzfristig Kosten einzusparen ist jedoch nur einer der wichtigen Faktoren im Beschaffungswesen.</p>



<p>Kostensenkungen sind nach wie vor ein wichtiges Element der täglichen Arbeit im Einkauf. Sie können Unternehmen vor wirtschaftlichen Turbulenzen schützen, doch allein können sie keinen Mehrwert schaffen. Um sicherzustellen, dass Betriebe unvor- hergesehenen Belastungen standhalten, reicht es nicht, lediglich zu reagieren. Unternehmen müssen proaktiv investieren. Der Einkauf sollte seine Rolle hierfür neu definieren: Das gelingt neben Ein- sparungen vor allem durch die Bewertung von Ressourcen und Empfehlungen, in welche Bereiche die Einsparungen reinvestiert werden können.</p>



<p>Es ist jedoch nicht immer einfach, an die richtigen Informationen für die Entwicklung passender Leitlinien zu gelangen. Denn im Zuge der Digitalisierung ist das Beschaffungswesen durch die Nutzung diverser Tools und Plattformen immer komplexer geworden. Die Integration dieser Tools auf einer einzigen Plattform ist ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Effizienz. So haben die Beschaffungsteams einen besseren Überblick und die Kontrolle über die Ausgaben ihres gesamten Betriebs.</p>



<p>Durch die Nutzung der Funktion “Spend Visibility” von Amazon Business konnten Unternehmen wie Diebold Nixdorf nachvollziehen, wo eingespart wird und wie diese Einsparungen erreicht werden. Denn Amazon Business liefert granulare Auswertungen der Rechnungen und passende Filtermöglichkeiten für mehr Transparenz.</p>



<p>Der Zugang zu diesen datengestützten Erkenntnissen ermöglicht nicht nur Kostenersparnis und die Planung von Reinvestitionen – sondern auch Zeitgewinn für strategische Aufgaben.</p>



<p><strong>Nachhaltigkeit aktiv integrieren</strong><br>Die wirtschaftlich angespannte Lage ist nicht der einzige Faktor, der die Einkaufsteams unter Druck setzt. Auch ambitionierte Nachhaltigkeitsziele erfordern ein Umdenken und neue Maßnahmen in vielen Unternehmen. Gleichzeitig wächst oft auch der Wunsch der Mitarbeitenden, dass ihre Arbeitgeber soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz in den Vordergrund stellen – das spiegelt die Gedanken der Verbraucher wider.</p>



<p>Nachhaltigkeit und Kostensenkung im Einkauf gehen dabei nicht immer Hand in Hand. Oft ist der Kauf nachhaltiger oder loka- ler Produkte teurer als günstige Massenware. Infolgedessen müssen viele Beschaffungsteams einen Drahtseilakt vollbringen, um Kosten zu senken und gleichzeitig ihren Unternehmen dabei zu helfen, die eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.</p>



<p>Durch digitale Beschaffungstools können für die Mitarbeitenden von Einkaufsteams Parameter festgelegt werden, von IT-Ausrüstung bis hin zu Kaffeezubehör, die sicherstellen, dass die Produkte sowohl kosteneffizient sind als auch den Nachhaltigkeitskriterien entspre- chen. Diese Tools sorgen dafür, dass die Einhaltung der Richtlinien für alle Mitarbeitenden einfach zu befolgen ist. Amazon Business kennzeichnet Produkte mit “Climate Pledge Friendly”, bei denen in mindestens einer Hinsicht Nachhaltigkeitsverbesserungen vorgenommen wurden. Dadurch können Nachhaltigkeitskriterien unkompliziert im Einkauf berücksichtigt werden.</p>



<p>In unserer heutigen Wirtschaftswelt gibt es nicht den einen Weg der Wertschöpfung im Einkauf. Durch die Digitalisierung des Beschaffungsprozesses können sie gleichzeitig kurzfristige Kosteneinsparungen und zukunftssichere Investitionen erzielen.</p>
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			</item>
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		<title>Dekarbonisierung in der Lieferkette</title>
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		<dc:creator><![CDATA[red]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 11:15:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Best Practice]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung des Einkaufs]]></category>
		<category><![CDATA[Lieferkette]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf dem Weg zur Klimaneutralität haben sich die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zum Ziel gesetzt, durch Produkte und Dienstleistungen verursachte Umweltwirkungen in den Beschaffungsprozess zu integrieren. Ein Beitrag von Sven Schirmer&#8230;]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.30.12-1024x683.png" alt="" class="wp-image-2169" srcset="https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.30.12-1024x683.png 1024w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.30.12-300x200.png 300w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.30.12-768x512.png 768w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.30.12-1536x1025.png 1536w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.30.12-2048x1366.png 2048w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.30.12-370x247.png 370w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.30.12-760x507.png 760w, https://www.procurement-pioneer.com/wp-content/uploads/2024/09/Bildschirmfoto-2024-09-02-um-20.30.12-570x380.png 570w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><strong>Auf dem Weg zur Klimaneutralität haben sich die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zum Ziel gesetzt, durch Produkte und Dienstleistungen verursachte Umweltwirkungen in den Beschaffungsprozess zu integrieren.</strong></p>



<p><strong>Ein Beitrag von Sven Schirmer</strong></p>



<p>Als Unternehmen steht man aktuell den verschiedensten Herausforderungen gegenüber. Nachhaltigkeit ist ein Wirtschaftsfaktor. Die Fragen werden gestellt: Was muss man tun, was soll man tun? Wie bereite ich mich auf die Anforderungen meiner Kunden und Auftraggeber vor? Wie kann ich mein Produkt- und Dienstleistungsportfolio verändern, damit es als Nachhaltig, aber nicht als Greenwashing bezeichnet wird?</p>



<p>Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind der Mobilitätsanbieter in Österreich. Der Strategische Konzerneinkauf der Holding steuert u.a. die jährlich bis zu 4 Mrd. Euro an Investitionen des Gesamtkonzerns und dies besonders nachhaltig. 2020 wurde dort eine Erweiterung des bestehenden TCO Modells (Total Cost of Ownership) in Angriff genommen. Neben den reinen Einmalkosten, den Errichtungs- als auch laufenden Kosten, wurde es um die durch Umweltwirkungen verursachten Kosten erweitert. Basierend auf den Europäischen Forderungen und weltweiten Standards galt es, ein Modell zu entwickeln, welches den jetzigen als auch zukünftigen Anforderungen gewachsen ist.</p>



<p>Ausschlaggebend sind hier zuerst der sogenannte europäische Green Deal, welcher ein klimaneutrales Europa bis 2050 fordert, zu nennen, sowie als Zweites, das Green House Gas Protocol, in welchem die weltweit anerkannteste Methodik beschrieben wird, um Klimaauswirkungen zu berechnen.</p>



<p>Eine Herausforderung für die ÖBB war es, die Anwendbarkeit für alle Warengruppen sicher- zustellen. Ob es um den Kauf von Büroklammern oder die Errichtung eines Tunnels geht, jedes Beschaffungsvorhaben sollte nutzerfreundlich durchführbar sein. Der Aufwand auf Auftraggeber- als auch -nehmerseite, sollte überschaubar bleiben. Dies hat erfreulicherweise den Effekt, dass auch KMUs von dem Modell profitieren können, denn es wurde auch für deren Anwendbarkeit erstellt.</p>



<p>Alle denkbaren und bekannten Einflussfaktoren wurden in der Modellentwicklung bereits von Anfang an berücksichtigt, um ein für alle nutzbares ökologisches Bewertungsmodell zu entwickeln.</p>



<p><strong>Das TCO CO2 Modell</strong><br>Im Unterschied zur Herangehensweise in anderen Ländern Europas [4], hat sich der Strategische Konzerneinkauf der ÖBB dafür entschieden, eine Produkt- bzw. Dienstleistungsbezogene spezifische Berechnung der Umweltwirkungen durchzuführen.</p>



<p>Das TCO CO2 Modell benötigt für eine derart detailliert gewünschte Berechnung, die eine vergleichbare Bewertung der unterschiedlichen Gebote verschiedener Lieferanten zulässt, entsprechende Eingangsdaten aus Zertifikaten oder durch Primär- daten. Diese müssen eine erforderliche Detailtiefe vorweisen, um den Lebenszyklus in der erforderten Qualität abbilden zu können. Die ÖBB haben sich auf Treibhausgasemissionen in Form von CO2-Äquivalenten (CO2e) nach im Kyoto-Protokoll definierten Regularien entschieden. Im Gegensatz zu anderen Umweltfaktoren liegen diese bereits jetzt weltweit ausreichend vor, sind transparent, objektiv und vergleichbar. Das entwickelte Modell erlaubt später das Ergänzen dieser anderen Umweltfaktoren, wie z.B. Feinstaub, Wasser- oder Flächenverbrauch, usw. In der ersten Version des TCO CO2 Modells wurden die End-Of-Life Szenarien (Verschrottung, Verwertung, Weiterverwendung) nicht berücksichtigt. Mittlerweile sind hier die Anforderungen der Kreislaufwirtschaft gestiegen und das Modell wurde nun mit dem Wiederverwertung- spotential als Phase 4 erweitert, wie in Abb 1 zu sehen.</p>



<p>Das Modell verlangt vergleichbare Eingangsdaten, nämlich die Materialien und Prozesse, um mittels vorhandener Emissions- faktoren aus diesen die Emissionen je Phase berechnen zu können. Unter Prozessen verstehen wir entweder Transportprozesse, bei denen Zwischen- oder finale Produkte von A nach B trans- portiert werden, Nutzungsprozesse der Anwendungsphase sowie die Verarbeitungsprozesse, bei denen unter Energieverbrauch aus Eingangsmaterialien ein Zwischen- oder Endprodukt entsteht oder (auf-)gebaut wird. In all diesen Schritten kann CO2 direkt oder indirekt (durch den Energieverbrauch) entstehen und wird in der<br>Stoffflussbilanz dargestellt. Abb 2 zeigt dies schematisch am Beispiel des Lebenszyklus eines Laptops.</p>



<p>Das vorliegende TCO CO2 Modell kann von privaten als auch öffentlichen Auftraggebern genutzt werden. Alle Erfordernisse wurden berücksichtigt, u.a. die notwendige Transparenz in der Berechnung, als auch das Nutzen frei verfügbarer Emissionsfaktoren. Dazu werden insbesondere die öffentlich zugänglichen Daten der Umweltbundesämter Österreichs und vor allem Deutschlands verwendet. Ein Nebeneffekt sind die fehlenden Kosten für die Nutzung dieser wissenschaftlichen Datensätze.</p>



<p>Spezifisch für die jeweilige Beschaffung lässt sich somit im aus- gesandten, und von den Bietern zu befüllenden, TCO CO2 Tool eine integrierte Datenbank an notwendigen Emissionsfaktoren zur Verfügung stellen. Der Bieter kann die enthaltenen Werte überprüfen und anwenden oder aber ergänzen und mit eigenen Zertifikaten die Anwendung seiner eigenen Emissionsfaktoren in der Berechnung verifiziert nutzbar machen. Damit haben Unternehmen jederzeit die Möglichkeit ihre ökologisch relevanten Innovationen bzw. Investitionen in der Produktentstehung oder Dienstleistungsab- wicklung einfließen zu lassen und letztendlich davon zu profitieren. Beispielsweise kann so ein Bieter, der sein Aluminium aus einer regionalen Recyclingeinrichtung bezieht, die ihren Strom aus Wasserkraft gewinnt, einen ganz anderen Emissionsfaktor für das Aus- gangsmaterial in Anwendung bringen, als ein anderer Bieter, der sein Aluminium aus dem fernen Ausland, mit Kohlestrom aufbere- itet und per Schiff antransportieren lässt.</p>



<p>Auftraggeberseitig sind neben den Standard-Emissionsfaktoren für Prozesse und Materialien ebenso Informationen bereitzustellen, die wir als Parameter der LCC-Betrachtung bezeichnen. Darunter fallen die genaue Beschreibung des zu betrachtenden Produktes bzw. der Dienstleistung, der Anlieferort für die Berechnung der Transportkosten und -emissionen, gewünschte Arbeiten (z.B. Aufbau) vor Ort, die Nutzungsangaben, z.B. wie viele Stunden pro Jahr und unter welchen Bedingungen wird ein Gerät genutzt werden und schließlich die gewünschte Behandlung zum Lebensende. Sind zur Auftragsvergabe manche Parameter unbekannt, so kann man diese auch weglassen und der korrespondierende Anteil der Emissions- betrachtung entfällt. Z.B., wenn man einen Rahmenvertrag über Büromöbel abschließt, für Filialen seiner Firma in ganz Europa, kann es sein, dass man zu diesem Zeitpunkt nicht genau beziffern kann, wie viele Möbel werden wann abgerufen und zu welcher Fil- iale werden diese geliefert. Für die ÖBB wäre eine Bewertung der Transportemissionen in diesem Fall vergaberechtlich nicht zulässig, da hier nur spekuliert werden kann. Hinterliegt hier allerdings ein sauberer Lieferplan, der auch eingehalten werden soll, dann kann man diese Emissionen selbstverständlich bereits in der Angebotsbe- wertung berücksichtigen. Private Unternehmen haben hier weniger Einschränkungen.</p>



<p>Das aktuell noch auf Excel basierende Tool ist branchenunabhängig einsetzbar, wird vom Strategischen Konzerneinkauf der ÖBB zentral verwaltet, fortwährend optimiert und erweitert, um jederzeit der Gesetzgebung und den Anforderungen von Seiten des Auftraggebers und der Bieter zu genügen.</p>



<p>Ein Kniff für den Anwender des TCO CO2 Tools: Verschiedene Szenarien der Produktentstehung oder Dienstleistungsabwicklung sind durchspielbar, um somit Strategien für die eigene Firmenentwicklung ableiten zu können, z.B. Transportmittel ändern, Material austauschen, Energieversorger wechseln, etc. Der Kosten-Nutzen Vergleich ist somit direkt sichtbar.</p>
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